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#Walflüsterer 2018 – Tag 3

#Walflüsterer 2018 – Tag 3

Am dritten Tage unserer Tour stand es endlich auf der Agenda: Whale Watching mit Kim Baddell, die Pionierin der Samaná Whaleassociation. Sie begann 1984 als Tauchguide hier zu arbeiten und betreibt mittlerweile den bekanntesten Operator für Walbeobachtungen in Town (12 sind es an der Zahl). Ein Privileg für mich als Unterwasser- und Meeresfanatiker, mit ihr gemeinsam auf Beobachtung zu gehen. Ein Motto teilen wir: Alles zum Schutz der Tiere!

But first: Samaná Market

Bevor wir an Bord stiegen, konnten wir noch einen Abstecher ins typische „local live“ machen. Der Besuch am Markt war ein Erlebnis für sich, beim „ einfachen“ Umgang mit frischem Fisch würden sich bei uns in Österreich Hygieneinspektoren die Haare raufen. Aber, den Leuten hier geht es gut. Vermutlich auch deshalb, weil gerade diese Übersauberkeit mit 100 Desinfektionsmitteln noch nicht vorhanden ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der Markt hat aber nicht nur frischen Fisch und Fleisch zu bieten, sondern auch Gemüse und Obst aller Art. Etwa Chayota. Kennst Du das?

Ein frischer Obstteller mit

  1. ¼ Melone
  2. ½ Ananas
  3. 2 Bananen
  4. ¼ Papaya

kostete rund 1,50€. Qualität und Geschmack ist aber weit mehr wert gewesen, weshalb ich mich auch mit einem kleinen zusätzlichen Tip bedankte. Was dazu führte, dass mein bereits prall gefüllter Teller nochmals ein Topping erhielt.

Whale Samaná

Gestärkt ging es dann zur Nachmittagstour, welche um 13.30 Uhr Ortszeit vom Hafen startete. Die Wale sind nur drei Monate zur Fortpflanzung „im Lande“, in dieser Zeit verdienen auch die Arbeiter vor Ort ihr gesamtes Jahreseinkommen. Der Tourismus und die Beobachtung der Tiere sind wesentlich nachhaltiger und bringen mehr Geld, als das Abschlachten der Giganten. Walfleisch am Fischmarkt, nebenbei gesagt auch noch ziemlich ungesund aufgrund des vielen Quecksilbers, liefert rund 25.000 Dollar, während der lebende Wal zur Beobachtung bis zu 500.000 Dollar bringen kann. Durchaus eine Überlegung wert, den Walfang generell zu verbieten, oder? Dass dies tatsächlich so ist, zeigt auch das Projekt mit Walhaien in Oslob/Philippinen, welches ich bereits erkundete.

Nun aber zurück zum Thema. Die restlichen Monate (neun) bis zum Start der neuen Saison, verbringt Kim mit der Aufzucht „obdachloser“ bzw. kranker Tiere. Ja sie und ihr Team sind Tierfreunde und Helfer im besten Sinn. So sind sämtliche Mitarbeiter ehrenamtlich mit dabei und helfen bei der Dokumentation wissenschaftlicher Daten seit Jahren. Denn wie alt so ein Tier wird, kann bis heute noch immer nicht genau gesagt werden. Zur Walsaison fährt sie zweimal täglich mit ca. 50 Personen pro Tour raus (rund 55 Euro kostet ein Ticket). Einmal vormittags und einmal nachmittags. Bisher waren die Konzessionen streng limitiert und auf 43 Boote von Samaná aufgeteilt. Dieses Jahr erhöhte die Umweltschutzbehörde auf 61 – die Vergabe erfolgt ganz nach dem Motto „First Come. First Serve“.

„Erfahrung und Service zählt also nicht mehr viel. Wirkt etwas komisch, dass es gerade von dieser Behörde ausgeht…“ so Kim.

An Bord wird ihr großes KnowHow rasch deutlich. Erklärungen und Informationen bekommt man reichlich – daran wird nicht gespart. Wie entdeckt man Wale? Was ist als Bootsfahrer zu beachten? Wie identifiziert man die einzelnen Tiere? Alles wird beantwortet und jede zusätzliche Frage ist willkommen.

Pro Quadratkilometer sind durchschnittlich zwei Tiere zu finden. Bei einer Größe von 200, kommt man auf ca. 400 Stück, die in etwa gleichzeitig in der Bucht sind.

Lange mussten wir auch nicht nach der von den Tieren durchs ausatmen verursachten Gischt suchen. Schon begegneten wir einer Gruppe von fünf Tieren. Rekord der Saison! Ein Weibchen gefolgt von vier Männchen, die um ihre Aufmerksamkeit buhlten. Was die Frage, warum denn die Tiere nach Samaná kommen, beantwortete. Fortpflanzung. Es ist eine Art Schaulaufen hier in der Bucht oder lustig ausgedrückt, ein öffentlicher „Sexshop“.

Kleiner Tipp: Unbedingt vorab buchen, um seinen Platz gesichert zu haben. Verschieben ist bei schlechtem Wetter problemlos möglich und wird auch angeboten!

Nützliche Links

Whale Samaná

Aufnahmen sind auch diesmal wieder mit dabei. Auf Facebook mehr mit #chaluk_whale und #walflüsterer.

Bananen sind reichlich vorhanden
Frisches Fleisch am Markt in Samaná
Schon einmal einen derartigen Riesensepia gesehen?
Für Vitamine sorgt einen riesengroßes Gemüsesortiment.
Ein Buckelwal schaut nach uns.
Hier winkt man uns zu.
Einfach majestätisch diese Tiere.

Auf meiner Reise bin ich Dank der Europäischen Reiseversicherung sicher unterwegs.