Sie nannten es Daedalus

Sie nannten es Daedalus

Ägypten bietet nicht nur zahlreiche geschichtsträchtige Monumente, sondern lädt vor alle Taucher zum Bestaunen des Roten Meeres ein. Wer Besonderes erleben und ertauchen möchte, geht auf Tauchsafari und „kostet“ dabei die fantastische Unterwasserwelt des Roten Meers so richtig aus.

Von Österreich nur ein paar Flugstunden entfernt und mit sensationellem Preis/Leistungsverhältnis, ein beliebter Urlaubsort für Jedermann. Ob der Familienurlaub am Strand in einem Hotel mit All Inclusive oder die Kreuzfahrt am Nil und die damit verbundene Erkundung von Luxor, Assuan und Abu Simbel sind nur zwei Beispiele, die die große Vielfalt des Landes der Pharaonen deutlich machen. Als fanatischer Taucher und Unterwasserfotograf bin ich schon lange ein Fan des Roten Meeres. Wusstet Ihr, dass die Riffe im Roten Meer die am südlichsten gelegenen sind? Ist tatsächlich so. Schon die Hausriffe der Hotels und die mit dem Speedboat oder Dailyboat erreichbaren Riffe bieten eine tolle Korallenfauna und Fischvielfalt. Ich bevorzuge aber eher die Hochseeriffe und die Begegnungen mit Hammerhaischulen, Longimanus (Weißspitzenhochseehai) und Delfinen. So ging ich an Bord der Seven7Seas und verbrachte eine Woche auf See und in den grandiosen Tauchgründen rund um die Riffe Daedalus und Rocky Island.

Daedalus – wie aus dem Bilderbuch

Von Wien flog ich mit Air Cairo – gebucht über ETI – nach Marsa Alam. Neben Hurghada und Sharm el Sheikh ist Marsa Alam die dritte Destination für Urlaub in Ägypten. Von dort wurde ich abgeholt und nach Port Ghalib gebracht, wo ich von der Crew der Seven7Seas und Skipper Jonas Heeb herzlichst empfangen wurde. Ich begann meine Kabine zu beziehen, das Mares Equipment aufzubauen und die letzten Stunden im Hafen zu genießen. Frühmorgens um sieben Uhr klopfte es an der Kabinentüre, ich wurde geweckt. Es ging zum Check-Tauchgang, und zur Vorbereitung für die nächsten Tage. Der erste Tag einer Tauchsafari ist meist eher ruhig. Die oftmals anstrengende Anreise aufgrund der Flugzeiten (sehr spät) darf nicht unterschätzt werden. Der zweite Tag ist schon etwas anders. „Knock – Knock – Knock! Briefing!“, ertönt es lautstark. Es ist 6.00 Uhr früh, wir waren bei Daedalus angekommen. Nach dem Aufwachen bei Sonnenaufgang einen Leuchtturm im Zwielicht zu betrachten und zu wissen, dass das, was sich hier unter Wasser abspielt, nämlich ein wahres Naturspektakel ist, in das man gleich eintauchen wird, ist schon ein erhabenes Gefühl. Das Riff ist mehr als 1.000 Meter lang und ca. 300 Meter breit. Der beliebteste Platz ist die Nordspitze. Dort kann man mit etwas Glück eine Schule von Hammerhaien antreffen. Nichts wie hin. Ich halte mich kurz …die nächsten zwei Tage absolvierten wir gesamt sechs Tauchgänge, allesamt im Norden. Unsere Ausbeute: jedes Mal Hammerhaie, Tigerhaie, Longimanen auf Tuchfühlung, Delfine und ein mit uns tanzender Manta! Das traurige an dieser Geschichte ist, dass genau bei diesem Tauchgang die Kamera nicht funktionierte. Es ist immer so… Der Abschied fiel schwer, als wir Richtung Rocky Island aufbrachen. Verständlich oder?

Ein Bogenstirnhammerhai zieht seine Kreise

Achtung Achtung: Militärgebiet

Nach neun Stunden Überstellung kamen wir bei Rocky Island und Zarbagad an. Wir beschlossen, nur unterm Boot auf ca. fünf Meter Tiefe abzutauchen. Dort verbrachten wir eine Stunde mit vier Longimanen gleichzeitig. Diese Hochseehaie gleiten mit ihren breiten Seitenflossen wie ein Flugzeug durchs Wasser und kommen teilweise sogar auf Kollisionskurs. Cousteau bezeichnete diese Tiere sogar als die für den Menschen gefährlichsten. Aber egal, ich steh drauf! Das gibt Aufnahmen, wenn diese Tiere näher kommen, sag ich Euch. Auf Zarbagad selbst, die Landinsel dort, befindet sich eine Ausbildungsstation des ägyptischen Militärs. Oftmals winken die Rekruten von der Küste zu, um so zu signalisieren, dass Tauchen nun nicht mehr erlaubt ist.

Die Seven7Seas wurde nicht umsonst bereits mehrmals als bestes Tauchsafariboot ausgezeichnet. Die nächste Tour steht bereits an. Und wer weiß, vielleicht treffe ich Dich ja an einem der „Hai-Lights“ im Roten Meer.

Wie willst Du Dein Steak?

Aber genug von der Unterwasserwelt. Am besten ist, sich selbst ein Bild davon zu machen. Ich möchte Euch noch ein bisschen was vom Schiff erzählen. Die Seven7Seas ist eine Motoryacht und wurde von Wolfgang May selbst geplant. Ihr fehlt es an Nichts. Die Kabinen sind mehr als geräumig und haben, im Gegensatz zu vielen anderen Tauchsafaribooten, getrennte Dusch- und Toilettenvorrichtung. Der Besitzer ist selbst alle drei bis vier Wochen an Bord, um nach dem Rechten zu schauen. Er ist außerdem ein exzellenter Koch und dementsprechend hervorragend ist die Verköstigung an Bord. Gott sei Dank macht man bis zu vier Tauchgänge am Tag (je nach Route), denn sonst hat man nicht nur zwei Kilo, sondern viel mehr nach einer Woche an den Hüften hängen. Einmal pro Safari wird an Deck ein BBQ veranstaltet, mit köstlichen argentinischen Steaks. Auch alle Kaffeefans werden mit der Espressomaschine an Bord verwöhnt. Aja und damit ich es nicht vergesse. Auch Kaiserschmarren wird zubereitet. Ein bisschen Österreich ist immer zu finden!

© Norbert Probst
Das Schiff // © Norbert Probst

Willst Du auch an Bord der Seven7Seas sein? Alle Termine und Routen kannst Du unter www.seven-seas-online.de einsehen. Besser aber noch, Du folgst Ihnen auf Facebook!

Auch auf dieser Reise war ich Dank der Europäischen Reiseversicherung sicher unterwegs.

Behind the Scenes || Chaluk mit SUBAL Gehäuse und Longimanus
Dieses Foto ist dabei entstanden

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