More Than Just Photography

Eine „Gaudi“

Eine „Gaudi“

Ich mache kein großes Geheimnis daraus, dass ich Anhänger des FC Barcelona bin. Vermutlich schieße ich mich nun bei sämtlichen Real Madrid Fans ins Abseits, das tut mir ehrlich leid, aber vorrangig geht es mir auch nicht um den Verein, sondern um die Geschichte dahinter und natürlich die Stadt.

El Prat – WAS?

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir befinden uns im Landeanflug des Flughafens El Prat“, klang es durch den A320. Mein Sitznachbar begann etwas zu schwitzen, bis er ziemlich unruhig die Flugbegleiterin rief. Er meinte, er säße im falschen Flieger, denn er wolle nach Barcelona! Nach kurzer und sehr kompetenter Aufklärung der netten Dame, er dürfte aber nicht der einzige verwunderte Passagier gewesen sein, kam die Info via Bordmikro: „Hier nochmals ihr Pilot. Natürlich landen wir in Barcelona! Kein Sorge.“. Na Bitte, geht ja!

Am Flughafen sieht man bereits, wer das Zepter in dieser Stadt in der Hand hat. Dort und da prangen einem die Spieler entgegen und wird von Messi gleich nach Ankunft begrüßt. Aber auch die Kunst von Antoni Gaudi kommt nicht zu kurz. Weswegen ich ja eigentlich hier bin.

Sagrada und Co.

Mein persönliches Highlight in Barcelona ist der Park Guell. Hier bewies Gaudi, welches Bündnis er mit der Natur und seinen Werken eingegangen ist. Außerdem hat man einen hervorragenden Ausblick über die Metropole.

Kleiner Tipp am Rande: Die meisten Bauwerke von Antoni Gaudi sind Anziehungspunkte aller Touristen. Deswegen besorge Dir schon vorab deine Eintrittskarte online. Dort erhältst Du eine genaue Uhrzeit und kannst die Schlange skippen. An der Sagrada Familia kann es sonst schon mal vorkommen, dass Du bis zu zwei Stunden warten musst!

Apropos Sagrada. Die „Neverending Story“ sagt man ja. Unter Francos Diktatur war das Bauwerk ein Dorn im Auge. Denn es zog alle Blicke weg von Madrid. Deswegen lies er rundherum die Wohnbauten in kargem Stil erbauen, um das Erscheinungsbild zu verschlechtern. Geplant war nämlich ein großer Park stattdessen. Ob die Kirche jemals fertig wird?
Kurz bevor ich in der Kathedrale meine Runden drehte, vertilgte ich im Flieger noch die letzten Seiten des neuen Romans „Origin“ von Autor Dan Brown. Dieser spielt vor allem in Barcelona. Ein Höhepunkt ist ein Kampf von Robert Langdon im Turm der Kirche. Als würde ich mitten im Buch sein…

Camp Nou als Abschluss

Als krönenden Abschluss gönnte ich mir noch ein Spiel im Camp Nou. So etwas muss einfach sein, wenn man in Barcelona ist.

Für mich war das Spiel einmal mehr eine Aufgabe. Denn das perfekte Foto der Spieler in Action in meinem Repertoire zu haben, ist mein großes Ziel. Mit „Focused“ von Mascherano, habe ich zumindest einen Spieler abgehakt.

Die Primaballerinas des grünen Rasens.

Man muss sowohl das Spiel abseits des Platzes im Blick behalten, als auch die Spielzüge mit dem runden Leder. Keine leichte Aufgabe. Dann kommt noch erschwerend dazu, dass alle Fotografen am Spielfeldrand das selbe Ziel haben bzw. durch ihre Mindeslöhne der Fotoagenturen, teilweise im Centbereich, von jedem Shot leben. Blaue Flecken sind vorprogrammiert. Aja und dann auch noch die Aufgabe der Lichtverhältnisse im Stadion… Auch keine Kleine! Mit einer „Druckituckikamera“ hüpft man da nicht weit.

Sportfotografie ist ein ganz spezielles Thema und die Ausrüstung und der Verstand zum Sport muss passen.

Kleiner Tipp: Hast Du keine Akkreditierung, ist es es Dir nicht erlaubt Bilder des Spiels zu veröffentlich, verbreiten oder zu verkaufen! Das Camp Nou gilt als Privatgrundstück. Also aufpassen, solltet ihr einmal im Stadion sein!

Welches Foto gefällt Dir am Besten?

4 Kommentare

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  1. Anonymous

    8. Februar 2018 at 10:15

    ….wobei der FC Bacelona nicht unter die Rubrik Sport, sondern KULTUR fällt. 😉

    • Chaluk

      8. Februar 2018 at 10:57

      Mehr als ein Club halt…wobei teilweise auch sehr strikt!

  2. Gerald Fischer

    9. Februar 2018 at 0:41

    mir gefällt das erste Bild am besten.

    • Chaluk

      9. Februar 2018 at 15:16

      <3

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